Beim Absenden geht es um die Wurst

| Ruth Hafner Dackerman

Wer am Sauschiessen teilnimmt, nimmt meist auch am Absenden teil. Hier werden die Gewinner des Sauschiessens offiziell bekanntgegeben. Dazu gibt es traditionellerweise Schinken im Brotteig, Schätzfrage und Lotto.

 

Am Berchtoldstag fand das Sauschiessen mit insgesamt 68 Teilnehmern statt. Am vergangenen Samstagabend durften sich die Schützen und Schützinnen samt Begleitpersonen auf einen weiteren Anlass freuen – das traditionelle Absenden, wiederum organisiert vom Schiessverein. In der Schützenstube waren die Fleischpreise fein säuberlich aufgereiht – vom Filet übers Nierstück und den Braten bis hin zu Würsten. «Es gibt für jeden Schützen einen Preis», bestätigte Schiessaktuar und Vizepräsident Thomas Zollinger.

Unterdessen herrschte im geheizten Raum des Schiessstandes reger Betrieb. 65 Gäste freuten sich auf Schinken im Brotteig mit Kartoffelsalat, auf die Schätzfrage und auf das obligate Lotto. Mit Spannung erwartet wurden die Punktezahlen des absolvierten Sauschiessens. Bereits zum vierten Mal zeichnete sich Marcel Meier als Gewinner mit 49 von möglichen 50 Punkten aus. Meier ist nicht nur Mitglied des Schiessvereins, sondern auch Jungschützenleiter. «Seit dem Alter von 17 Jahren ist Schiessen mein grosses Hobby.» Für den diesjährigen Erfolg habe er viermal eine 10 geschossen und einmal eine 9. «Das Sauschiessen ist anders als die übrigen Schiessanlässe. Es braucht auch eine Portion Glück.» Über die gewonnene Fleischplatte freute er sich. «Das gibt ein feines Sonntagsmenü.» Auf die nächsten Ränge mit je 46 Punkten gelangten Stefan Arnold und Martin Lauffer.

 

Munitionsverwalter Hansjörg Maurhofer stellte den Gästen derweil die Schätzfrage. «Wie viel Prozent aller geschossenen Schüsse waren Nuller?» Die beiden Jungschützen Jeffrey und Yannick sammelten die Tippzettel ein und freuten sich über den eingenommenen Betrag für die Vereinskasse. 43,5 Prozent hätte die richtige Antwort gelautet.

In der Zwischenzeit traf die Lieferung der Metzgerei Feurer ein. Der Duft nach Schinken im Brotteig verbreitete sich in der Schützenstube. Thomas Zollinger schnitt ihn fachgerecht in Stücke, mit Unterstützung von Schützenkollege und Wirt Marcel Lauffer. Die Gäste genossen das feine Menü.

Natürlich durfte wie jedes Jahr das Lotto nicht fehlen. Schliesslich lockten zahlreiche Preise – vom Werkzeugkoffer über die Kuscheldecke bis hin zu Duftkerzen. Die acht erstandenen Lottokarten brachten Hansjörg Maurhofer das grosse Glück. Er durfte den Werkzeugkoffer sein eigen nennen.

Bis spät abends sassen die Gäste gemütlich zusammen, fachsimpelten nochmals über erzielte und verlorene Schüsse. Schiessen verbindet.

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