Hinauf in den Himmel

TV Glattfelden

| Ruth Hafner Dackerman

Bereits zum 19. Mal wurde am vergangenen 10. Januar die Christbaumverbrennete beim Schützenhaus Wiesengrund durchgeführt, organisiert vom Turnverein Glattfelden. Rund 200 Gäste und genauso viele Bäume wurden gezählt.

 

Ein ausgedienter Christbaum häuft sich auf den anderen. In den letzten Tagen haben sich die Bäume zu einem ansehnlichen Haufen aufgetürmt. «Es sind genau 222 Bäume», sagt der ehemalige Feuermeister Roger Lee, welcher dieses Jahr für das Aufschichten zuständig ist, mit einem Schmunzeln. Nein, natürlich habe er die Bäume nicht einzeln gezählt, gesteht er, aber es seien schon um die 200 Christbäume, welche nun darauf warten, in einem würdigen Rahmen verbrannt zu werden.

Im geheizten Stand des Schützenhauses sind derweil die Sitzplätze begehrt. Die 30 Mitglieder des Turnvereins, welche heute im Einsatz sind, haben alle Hände voll zu tun. Die Bestellungen an Raclette und Walliser Schnitzel gehen im Minutentakt ein. Pascal Ebnöther, Präsident des TV, und Vizepräsident Nico Lachowicz sorgen ebenfalls für zufriedene Gäste. «Seit Donnerstagnachmittag sind wir an den letzten Vorbereitungen», sagt Lachowicz. 25 Kilo Käse stehen bereit für die hungrigen Gäste. Zudem helfe die Männerriege aktiv mit, so auch beim Barbetrieb im heimeligen Chalet des Inhabers René Zimmermann. Der Erlös des Anlasses lande in der Vereinskasse, sagt Ebnöther. So seien mit den Geldern aus den letzten Anlässen für die Mitglieder neue Trainingsanzüge angeschafft worden.

Der siebenjährige Andrin kann es in der Zwischenzeit kaum abwarten, bis «sein» Baum abgebrannt wird. «Unser Baum war etwa zwei Meter hoch, und Papi hat ihn und auch den Baum von meinem Onkel mit dem kleinen Lastwagen hierhergebracht», erzählt er. Eigentlich sei er froh, dass der Baum nun weg sei. «Er stand in den letzten Tagen ein wenig im Weg.» Kein Wunder, alle Päckli darunter sind natürlich längst geöffnet. Der Baum hat seinen Zweck erfüllt.

Die Göpfischränzer geben lautstark ihre Stücke zum Besten, bevor kurz darauf Feuermeister Reto Steiner den grossen Haufen anzündet. Ideale Bedingungen habe man heute, die Bäume seien schön trocken. «In the Sky» wird gespielt, passend zum Anlass. Denn genau das wollen auch die Bäume – hinauf in den Himmel. Der kleine Andrin hat seinen Baum brennen sehen. «Ich weiss es genau, es war unserer. Die Spitze oben war nämlich für den Stern abgeschnitten.»

Während die Kleinen draussen herumtoben und die neu dazugekommenen Gäste das feine Raclette geniessen, geht es im Chalet mit Musik und Drinks bis spät in die Nacht weiter.

Zurück