Glattfelder Jungunternehmerin

Start-ups aus der Kantonsschule Zürcher Unterland

| Christian Ulrich

Bei den beiden Jungunternehmen, die sich kürzlich in der Kantonsschule Zürcher Unterland (KZU) im Rahmen eines Investorenabends vorstellten, mischt mit Lena Atzenweiler auch eine Glattfelderin mit. Ihre Firma heisst «Szechu» und will ein neues Erfrischungsgetränk auf den Markt bringen.

Die befreundete Firma «Naturales» sucht eine Marktlücke mit gesunden Protein-Kraftwürfeln. Beide Unternehmen präsentierten sich und ihre Produkte vor rund 40 interessierten Besucherinnen und Besuchern, welche natürlich Kraftwürfel und Getränk testen durften.

 

Bei «Szechu» ist Lena für die Administration zuständig. Geschäftsführerin ist Maelle Rogenmoser. Die weiteren Firmenmitglieder aus der KZU sind Aylin Te, Produktentwicklung; Nick Saxer, Finanzen; Eren Aciktepe, Produktion und Julian Hägi, Marketing. Die «Szechu»-Truppe will den Szechuan-Pfeffer als Zutat «auch in Europa gross herausbringen», indem sie ihn mit Chilipulver, Zucker und Zitronensaft mischt und das Konzentrat mit Kohlensäure verfeinert. Die Testpersonen aus Verwandtschaft und Bekanntschaft bestätigten dem Getränk eine herrliche Zitrus-Minze-Note.

Die KZU fördert Jungunternehmen

Die KZU bietet seit Jahren ausserhalb der regulären Unterrichtszeiten freiwillige Kurse an, in welchen Jugendliche gefördert werden, welche beabsichtigen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Lena besucht das Fach Wirtschaft und Recht bei Ibrahim Gürbüz. Er motivierte die Jugendlichen zur Firmengründung und machte sie bekannt mit der Organisation YES (Young-Enterprise-Switzerland), welche - gemäss Website - die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz durch unternehmerische Bildung steigern will. Gürbüz wirkt auch als Firmen-Coach. So kam es, dass vor eine Woche die gesamte «Szechu»-Truppe in der Küche der KZU-Mensa einen Wochenend-Einsatz leistete und insgesamt gut sieben Stunden Sirup kochte. Am Montag darauf konnten 66 Liter davon in die Hardwald-Brauerei nach Wallisellen transportiert werden.

Wer produziert?

Lena gestand, dass es nicht einfach war, einen Produzenten zu gewinnen. «Wir haben viele Firmen angefragt, aber meistens waren die erforderliche Mindestmenge zu gross oder die Kosten zu hoch. Ich war mit Maelle in Wallisellen vor Ort und wir konnten uns schliesslich mit den Leuten dort einigen. Sie mischen unser Konzentrat mit Wasser und Kohlensäure und füllen es in 33cl-Flaschen ab. Dann brauchen wir noch Flaschen-Etiketten. Die sollen etwa in einem Monat gedruckt sein. Man machte uns ferner auf die Veritas-Consulting aufmerksam, die darauf hinwies, dass auf den Flaschen-Etiketten Nährwerte und Haltbarkeit ersichtlich sein müssten.

 

Die «Szechu» und die «Naturales» sind keine Aktiengesellschaften, sondern sichern ihre Finanzierung durch den Verkauf von Partizipationsscheinen. An den Weihnachtsmärkten von Bülach (24.-26. Nov.) und Dielsdorf (9. und 10. Dez.) sind sie mit einem gemeinsamen Stand vertreten. Unter «naturales.ch» und «szechu.ch» sind ihre Websites zu finden.

 

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