Turnverein lässt sich nicht vom Christbaumverbrennen abhalten

Ein ganz grosser Dank

| Christian Ulrich

Seit Jahren organisiert der Turnverein in unserem Dorf die „Christbaum-Verbrennete“. Während viele Gemeinden ihren Christbaum-Funkenflug wegen Corona absagten, passte die Verantwortlichen des TV Glattfelden die Organisation an und verfeuerten rund 400 ausgediente Christbäume.

Ich blicke ein paar Tage zurück und möchte einer wichtigen Nebensache ein paar Zeilen widmen: Tony Wieland vom Turnverein ermunterte uns Glattfelder und Glattfelderinnen auf allen Kanälen, die Christbäume an die Sammelstellen zu bringen, damit sie coronakonform verbrannt werden könnten. Die näherliegende Alternative wäre gewesen, die alljährliche „Christbaum-Verbrennete“ coronakonform abzusagen, da sie nicht in der „gewohnt gemütlichen Form mit Raclette und Walliserschnitten“ (O-Ton Wieland) durchgeführt werden könne. Und da somit trotz grossem Einsatz auch kein roter Rappen den Weg in die TV-Kasse finden würde, hätte die Absage auf der Hand gelegen.

Aber der TV dachte anders: Da wurden in der ganzen Gemeinde (inklusive Zweidlen und Schachen) insgesamt zehn Sammelstellen mit Hinweisschildern eingerichtet. Dort konnte man die Christbäume deponieren. Sie wurden eingesammelt und an geeigneter Stelle verbrannt, „um das Coronavirus mit einem Feuer aus unserem Dorf zu verbannen“, wie Wieland hoffnungsvoll prophezeite.

Da steckte einige Arbeit dahinter. Es brauchte Fahrzeuge und zupackende Hände und war überhaupt nicht selbstverständlich. Und darum möchte ich hier festhalten: Lieber Tony und Crew; das war eine Supersache. Sie stand für das wichtige Glattfelder Vereinsleben, speziell in Zeiten, wo Vereinsamung ein Thema ist. Habt grossen Dank dafür! Hoffentlich geht’s nächstes Mal wieder gemütlicher.

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