Vom Rhein aus in die weite Welt

Ausstellung im GKZ

| Ruth Hafner Dackerman

Der Rafzer Künstler Werner Mettler stellt im GKZ seine Werke in Aquarell, Pastellkreide und Acryl aus. Die Vernissage findet am 23. Oktober statt.

Rund 40 Werke stellt der Rafzer Künstler Werner Mettler im GKZ aus. Darunter finden sich unterschiedliche Motive – sei es eine idyllische Winterlandschaft am Rhein in Eglisau, ganz in zartem Pastell gehalten, oder der Karijini Nationalpark in Westaustralien mit seinen warmen Erdtönen. «Dort hat mich vor allem der Gegensatz der Farben fasziniert – das hellgelbe Gras vor rot- und ockerfarbenen Felsen, die tiefen Schatten, welche das Gras beinahe zum Leuchten brachten.» Beide Werke hängen dem 70-Jährigen sehr am Herzen. «Meine Lieblingsbilder sind immer diejenigen, welche besonders schwierig zu malen waren oder bei denen ich die Stimmung sehr gut getroffen habe.» Sehr gerne bereise er fremde Länder gemeinsam mit seiner Frau und finde so weitere Motive für seine Werke.

Malen heisst sehen

Oftmals mache er vor Ort Fotos und überlege sich anschliessend das Kompositorische des Bildes. «Dies ist eine Herausforderung, denn das Bild soll als Ganzes gut wirken.» Auch die Perspektiven sowie die richtige Farbgebung müsse man beachten. «In Eglisau wartete ich zwei Stunden, bis der Rhein die richtige Farbe für mein Bild hatte.» Für ein Acrylbild brauche er mehrere Tage, bei einem Aquarellbild stehe nach zwei, drei Stunden das fertige Werk. Mettler mag die vertiefte Auseinandersetzung mit dem, was er sehe. «Malen heisst sehen. Es ist etwas Wunderschönes, wenn man sich in etwas vertiefen, Farben erfassen und auf Papier oder Leinwand wiedergeben kann.»

Zeichnen und malen faszinierten Werner Mettler schon seit seiner Jugend. Während seiner Berufstätigkeit als Oberstufenlehrer kam er allerdings nicht dazu, diese Liebe zu pflegen und auszuleben. Nach seiner Pensionierung 2011 besuchte Mettler Malkurse in Schaffhausen und bei Freund und Mentor Jochen Singer in Jestetten. «Dort lernte ich die Aquarellmalerei kennen und befasste mich eingehend mit der Technik der Gestaltung mit Pastellkreiden.» Zuhause in Rafz lagern rund 400 Bilder. «Für mich ist es eine Genugtuung, wenn jemand Freude an einem meiner Werke hat und es am passenden Ort aufhängt.»

Zurück