Zum ersten Mal wird der Videoclip gezeigt

Glattfelder Kinder als Statisten im Riverside

| Ruth Hafner Dackerman

Im vergangenen Oktober im Riverside mit Glattfelder Kindern als Statisten gedreht, am letzten Freitagabend im Gottfried-Keller-Zentrum präsentiert – der Videoclip des Lieds «Niemand lebt für sich».

 

Lange mussten sie sich gedulden – die 26 Kinder samt ihren Eltern, die letztes Jahr als Statisten beim Videodreh des Popsongs «Niemand lebt für sich» im Skulpturenpark beim Hotel Riverside mitwirken durften. Endlich bekamen sie das fertige Video zu sehen. «Einen würdigeren Ort für die Präsentation hätte Alexander Atzenweiler nicht auswählen können», sagte Produzent Ernie Soller, welcher zum Anlass im GKZ eingeladen hatte. Soller war lange Jahre Quizchef beim Schweizer Fernsehen. Die vier Gesangssolisten wurden vertreten von Maria Christina. Auf ein erstes Video der Sängerin mit der JU 52 als Hauptfigur folgte ein zweites kleines typisch schweizerisches Video mit Kühen, Schwyzerörgeli, James-Bond-Melodie und spanischen Elementen. Darauf gab es eine Dia-Show mit Erinnerungsfotos an den aufwendigen Tag des Musikvideo-Drehs im Oktober zu sehen.

Mit Spannung verfolgten die Kinder und Jugendlichen samt ihren Eltern schliesslich den lang erwarteten vierminütigen Videoclip. «Die Produktion war sehr aufwendig. Für diese vier Minuten brauchten wir einen ganzen Tag», erklärte Produzent Ernie Soller. Die ganze Crew war begeistert von den wunderschönen Herbstfarben der Bäume bei den Aussenaufnahmen. Gleichzeitig lobte Soller die Glattfelder Statisten. «Ihr seid sehr gute Schauspieler.» Nur ein kleiner Junge sei von der Kamera so fasziniert gewesen, dass er immer in die Linse schaute. «Das ist zwar herzig, aber man kann es nicht brauchen.» Anwesend war auch der Drohnenpilot Mathias Heusser mit seiner Familie. Dieser habe einen «Superjob» gemacht, meinte Soller.

Video wird Fernsehstationen angeboten

Noch sei das Video nicht zur Veröffentlichung freigegeben, denn es werde momentan verschiedenen Fernsehstationen angeboten. Auch Sängerin Maria Christina, welche ursprünglich aus Belgien kommt, lobte die Statisten. «Ihr habt das absolut super gemacht.» Die Sängerin mit der kraftvollen, berührenden Stimme hat keine einfachen Jahre hinter sich. Sie hört nur noch zu 25 Prozent, konnte sich im Studio oft nicht korrigieren, wenn sie falsch sang. Das langjährige Üben hat sich endlich ausbezahlt, und sie kann wieder beinahe so singen wie früher. «Gebt nicht auf, es gibt immer eine Lösung», richtete Maria Christina ihren Appell an die Anwesenden. «Jeder hat ein Talent, welches einmalig ist, und sei es noch so unbedeutend.»

Die 14-jährige Sara Strehle beantwortete Ernie Sollers Fragen mit folgenden Worten: «Dieser Tag im Oktober war mega cool. Wir Statisten setzten uns aus verschiedenen Altersgruppen zusammen. Schön war, dass wir im Hotel, aber auch in der freien Natur drehen durften. Das bedeutet mir viel.» Die Bilder von der Glatt und den Skulpturen des Künstlers Stephan Schmidlin hätten sie sehr beeindruckt. «Und überhaut - die Natur sollte man nicht kaputt machen.»

Für alle Besucher gab es im Anschluss ein feines Glacé oder einen Drink. Mit Musik im Herzen und unvergesslichen Erinnerungen ging es heimwärts und in die wohlverdienten Sommerferien.

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